Gedenktafel für Lore Wolf in Frankfurt am Main

Gedenktafel für Lore Wolf in der Gerlachstraße 24 in Frankfurt am Main (Quelle: Wikimedia, Dieterwesp, CC BY-SA 4.0)

Seit dem 11. März 2020 erinnert am früheren Wohnhaus von Lore Wolf (1900-1996) eine Gedenktafel an die Widerstandskämpferin. Lore Wolf wohnte in der Gerlachstraße 24 im Stadtteil Höchst von 1924 bis 1934.
Die Frankfurterin und Anna Seghers lernten sich im Pariser Exil kennen und wurden lebenslange Freundinnen. Lore Wolf war schon in den 1920er Jahren gewerkschaftlich aktiv und engagierte sich bei den Naturfreunden. 1933 trat sie in die KPD ein und arbeitete für die ‚Rote Hilfe‘. Sie floh mit ihrer Tochter zunächst ins Saarland dann nach Paris. Dort gab sie Anna Seghers für den Roman „Das siebte Kreuz“ wichtige Hinweise in Bezug auf Frankfurt und tippte das Manuskript des Buches ab.
Nach 1945 war sie Mitbegründerin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). In Frankfurt wurde ihr 1991 die Johanna-Kirchner-Medaille verliehen, die nach einer Frankfurter Widerstandskämpferin benannt ist. Über ihre Biografie kann man in den Büchern „Ein Leben ist viel zu wenig“ sowie „Ich habe das Leben lieb. Tagebuchblätter aus dem Zuchthaus Ziegenhain“ mehr erfahren. Mit Anna Seghers blieb sie bis zu deren Tod (1983) in enger Verbindung.