„Brennendes Licht – Anna Seghers in Mexiko“ – Lesung in Mainz

Was: Lesung „Brennendes Licht – Anna Seghers in Mexiko“ mit Volker Weidermann
Wann: Sa., 31.10.20, 19.30 Uhr
Wo: Staatstheater Mainz, Kleines Haus, Gutenbergplatz 7, 55116 Mainz
Wieviel: 10 €
Karten: online

1941: Als Anna Seghers endlich die Flucht aus Europa gelingt, ahnt sie nicht, dass die Jahre in Mexiko ihr Leben entscheidend prägen werden. Hier wird sie mit der Veröffentlichung des „Siebten Kreuzes“ in den USA über Nacht berühmt, hier schreibt sie ihre wichtigsten Werke und erfährt sowohl den Verlust der Mutter, die sie nicht mehr aus Nazi-Deutschland retten kann, als auch die eigene Endlichkeit, als sie bei einem schweren Verkehrsunfall fast stirbt. In den Jahren 1941 bis 1947 trifft sie in Mexiko Stadt nicht nur Diego Rivera, Frida Kahlo und Pablo Neruda, sondern auch deutsche Exilkommunisten und Juden, die wie sie mit dem Stalinismus ringen. Inmitten überbordender Farben, gleißenden Lichts und einer Kultur, die den Tod feiert, bleibt die Sehnsucht nach Europa …

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ist seit 2015 Autor beim SPIEGEL.

„Brennendes Licht – Anna Seghers in Mexiko“ – Lesung in Dresden

Was: Lesung „Brennendes Licht – Anna Seghers in Mexiko“ mit Volker Weidermann
Wann: Mi., 28.10.20, 19.30 Uhr
Wo: Zentralbibliothek, Veranstaltungsraum 1. OG, Schloßstraße 2, 01067 Dresden
Wieviel: 9 €, erm. 6 € mit gültigem Benutzerausweis
Karten: online

1941: Als Anna Seghers endlich die Flucht aus Europa gelingt, ahnt sie nicht, dass die Jahre in Mexiko ihr Leben entscheidend prägen werden. Hier wird sie mit der Veröffentlichung des „Siebten Kreuzes“ in den USA über Nacht berühmt, hier schreibt sie ihre wichtigsten Werke und erfährt sowohl den Verlust der Mutter, die sie nicht mehr aus Nazi-Deutschland retten kann, als auch die eigene Endlichkeit, als sie bei einem schweren Verkehrsunfall fast stirbt. In den Jahren 1941 bis 1947 trifft sie in Mexiko Stadt nicht nur Diego Rivera, Frida Kahlo und Pablo Neruda, sondern auch deutsche Exilkommunisten und Juden, die wie sie mit dem Stalinismus ringen. Inmitten überbordender Farben, gleißenden Lichts und einer Kultur, die den Tod feiert, bleibt die Sehnsucht nach Europa …

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ist seit 2015 Autor beim SPIEGEL.

„Geschichten von Frauen – Anna Seghers“ – Lesung in Berlin

Was: Lesung „Geschichte von Frauen – Anna Seghers“ mit Inga Bruderek
Wann: Fr., 16.10.20, 20 Uhr
Wo: Literatur-Forum im Brechthaus,
Karten: online

Agathe Schweigert, Crisanta aus Mexiko, Marta Emrich, Luisa aus Haiti sind Figuren von Anna Seghers und mutige Frauen. Frauen, die sich weigern, die ihnen zugedachte Rolle zu übernehmen. Ihre Geschichten umspannen Jahrhunderte. Sie erzählen von ihrem Hunger auf Leben und von der Sehnsucht nach Glück, von gefährdeter Liebe, vom Mut, menschlich zu sein und sich selbst treu zu bleiben. Aber auch von Frauen, die ihr freudloses Dasein tatenlos hinnehmen.

Vortrag im Rahmen der Reihe „Red Migrations. Marxism and Transnational Mobility after 1917“ der Ohio State University (USA)

In der Reihe „Red Migrations. Marxism and Transnational Mobility after 1917“ der Ohio State University (USA) hält Helen Fehervary am Fr., den 9. Oktober 2020, um 18 Uhr (MEZ) einen Vortrag per Zoom über Laszlo Radvanyi in englischer Sprache. Weitere Informationen unter: https://u.osu.edu/redmigrations/schedule/#sem2

„Im Schutz von Adler und Schlange. Anna Seghers im mexikanischen Exil“ – Lesung in Berlin

Was: Monika Melchert liest aus „Im Schutz von Adler und Schlange. Anna Seghers im mexikanischen Exil“
Wann: Sa., 10.10.20, 10.30 Uhr
Wo: Kulturzentrum Schöneweide „Ratz Fatz“, Schnellerstraße 81, 12439 Berlin
Anmeldung: Es wird um Anmeldung bei allen Veranstaltungen gebeten! Per Tel.: (030) 67 77 50 25 / (030) 66 50 57 83 oder E-Mail an kontakt@ratzfatzberlin.de

Dr. Monika Melchert liest aus ihrem im Juli 2020 erschienenen Buch „Im Schutz von Adler und Schlange“. Ende Juni 1941 erreichte Anna Seghers mit ihrer Familie nach langer, hindernisreicher Schiffsreise Mexiko. Hier, in ihrem zweiten Exilland, hat sie ihren größten literarischen Erfolg errungen, die Veröffentlichung des Romans „Das siebte Kreuz“, hier erlitt sie aber auch den tiefsten Schmerz, als sie erfuhr, dass ihre Mutter deportiert und ermordet worden war. Mit Frühstücksangebot!

„Transit Marseille – Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute“ – Feature bei Deutschlandfunk Kultur

Was: Radio-Feature „Transit Marseille – Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute“
Wann: So., den 27.09.20, 22:03 Uhr
Wo: Deutschlandfunk Kultur

Marseille ist eine Stadt der Passage, und immer sind unter den Reisenden auch Flüchtlinge.
Marseille ist eine Stadt der Passage, ihr Hafen seit Jahrhunderten Ort der Ankunft und Abreise. Unter denen, die hier ankamen und ankommen, sind viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller. 1940 wurde Marseille zum letzten freien Hafen im von Hitlers Wehrmacht besetzten Frankreich. Zahlreiche deutschsprachige Exilanten versuchten, Schiffe zu finden und Europa zu verlassen. Unter ihnen war Anna Seghers, die die Atmosphäre unter den Exilanten in dem Roman „Transit“ einfing. Die Emigrantin beschreibt das Ankommen und Abreisen und die Gesprächsthemen – Botschaftstermine, Visabedingungen, Schiffspassagen, Geldverdienen – als permanentes Transitgeflüster, das in der Hafenstadt schon seit phönizischen und römischen Zeiten zu Hause sei. Heute, 80 Jahre später, irren andere Flüchtlinge durch Marseille. Wieder sind unter ihnen Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Ihre Gespräche ähneln denen, die Anna Seghers beschreibt: Die Flüchtlinge haben Angst vor Verfolgung, warten auf das nächste Papier und sind inmitten der Schönheit der Stadt einsam. Wie schreiben in dieser Situation?

„Transit“ – Hörspiel auf Bayern 2

Was: Hörspiel nach dem Roman von Anna Seghers
Wann: Sa., 26.09.20, 15:05 Uhr
Wo: Bayern 2

Im noch unbesetzten Südfrankreich sammeln sich 1940 die vor Hitler geflohenen Antifaschisten, Nazigegner und Juden. Marschall Pétains Gendarmen konzentrieren die Flüchtlinge in Internierungslagern und liefern sie der Gestapo aus, wenn sie kein Visum vorweisen können, das sie zur Einreise in ein sicheres Land berechtigt. In „Transit“ durchleben zwei Deutsche in Marseille die Schrecken jener Jahre. „Transit“ gehört zu den Klassikern der Exilliteratur.

Mit Heidy Forster, Peter Lieck, Christoph Lindert und anderen
Bearbeitung: Bernhard Pfletschinger
Regie: Wolf Euba
BR/RIAS/NDR 1983

„Transit“ – Theater in Halle (Saale)

Was: Theaterstück nach dem Roman von Anna Seghers
Wann: nä. Termine 18.09. + 03.10. + 09.10. + 22.10.20, 19.30 Uhr
Wo: Bühnen Halle, neues theater, Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle (Saale)
Wieviel: 23 €
Karten: online

Tausende Flüchtlinge strömen im Sommer 1940 aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die französische Hafenstadt Marseille. Hier beginnt für die Verfolgten und Heimatlosen ein quälendes Warten und oftmals auch die fiebrige Jagd nach Bescheinigungen, Stempeln und Dokumenten. Unklar bleibt dabei, ob Marseille für sie zu einer tödlichen Sackgasse oder zum Tor in ein neues Leben wird. Inmitten der ausharrenden Menschenmassen und vor dem Hintergrund von Krieg, Flucht und Vertreibung entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen dem aus einem Arbeitslager entkommenen Seidler und Marie. Die rastlose Frau sucht ihren Mann, den sie bereits verlassen hat, nichtsahnend, dass dieser längst tot ist und Seidler dessen Identität angenommen hat.

Diese extreme Ausnahmesituation stellt die Frage nach der Instabilität eigener Identitäten in Krisen. Kann die Liebe in einem Netz aus Lügen und Verrat dann überhaupt ihren Weg finden?
Als Jüdin und Kommunistin doppelt gefährdet, floh Anna Seghers 1933 über die Schweiz nach Paris und 1941 mit ihrer Familie von Marseille nach Mexiko. Auf dieser Odyssee begann sie, ihren Roman Transit zu schreiben, der sich autobiografische Erlebnisse zunutze macht.

Stellungnahme des Vorstands der Christa-Wolf-Gesellschaft zu Helga Schubert

„Einige regionale und überregionale Tageszeitungen haben die Vergabe des Ingeborg- Bachmann-Preises 2020 an Helga Schubert zum Anlass genommen, mit der Autorin Gespräche zu führen oder in einem Porträt über sie und ihre Jahre in der DDR zu berichten. Helga Schubert hat in diesem Kontext diverse politisch und persönlich motivierte Aussagen zu Autorinnen wie Anna Seghers, Sarah Kirsch und vor allem Christa Wolf getroffen …“ Die vollständige Stellungnahme ist auf der Internetseite der Christa-Wolf-Gesellschaft zu finden.

„Der Ausflug der toten Mädchen“ – Historisch-literarischer Audiowalk durch Mainz

Das Staatstheater Mainz bietet seit Neuestem einen historisch-literarischen Audiowalk durch Mainz auf den Spuren von Anna Seghers‘ „Der Ausflug der toten Mädchen“ an. Der knapp zweistündige Audiowalk bringt die Geschichte eines Schulausflugs vor dem ersten Weltkrieg in die Straßen von Mainz. Wir folgen Netty, wie sie auf ihre Freundinnen trifft, erste Verliebtheiten beredet und von dem Schulausflug in eine noch von Krieg, Ideologie und Zerstörung unberührte Stadt zurückkehrt. Immer wieder scheint das Bild aber zu verschwimmen und es blitzen die Schicksale der Menschen auf, die Netty an diesem Tag begleiten. Weitere Informationen …