Führung „Das KZ Osthofen in der Literatur – Anna Seghers‘ ‚Das siebte Kreuz'“

Was: Führung „Das KZ Osthofen in der Literatur – Anna Seghers‘ ‚Das siebte Kreuz'“
Wann: So., 03.12.17, 14.30 Uhr
Wo: Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, An der Gedenkstätte, Hinzert-Pölert
Wieviel: Eintritt frei

Bei dieser Führung liegt ein besonderer Blick auf Anna Seghers‘ Roman „Das siebte Kreuz“, es wird mit ausgewählten Textpassagen aus dem Roman gearbeitet. Gemeinsamer Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte. Besuch der Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Rheinland-Pfalz 1933-1945“.

„Sagen von Unirdischen“ – Lesung in Berlin

Was: Lesung „Sagen von Unirdischen“
Wann: Mi., 06.12.17, 19 Uhr
Wo: Max-Lingner-Haus, Beatrice-Zweig-Straße 2, 13156 Berlin
Wieviel: 3 €, erm. 1,50 €

„Sagen von Unirdischen“ ist eine Erzählung aus Anna Seghers` Spätwerk, 1973 erschienen in der Sammlung „Sonderbare Begegnungen“. Es ist die Zeit von Reformation und Bauernkrieg: Verwirrung, Not und Angst bestimmen das Leben. Doch diese unruhige Epoche birgt neue Hoffnungen, ist Aufbruch zu einem neuen Bewusstsein. Wie aber äußert sich dieses Neue im Menschen? Seghers gestaltet diese Frage, indem sie den historischen Stoff mit „Science-Fiction“ verbindet: Ein Künstler aus der Reformationszeit begegnet einem Fremden von einem anderen Stern, der die Geschichte der Menschheit mit unirdischen Augen sieht. Es liest Doreen Kähler.

„Argonautenschiff“ – Lesung in Fürstenwalde

Was: Walfriede Schmitt liest im Rahmen der Reihe „Stachat und Gäste“ Anna Seghers‘ Erzählung „Das Argonautenschiff“
Wann: So., den 26.11.2017, 16 Uhr
Wo: Kulturfabrik Fürstenwalde, Domplatz 7, 15517 Fürstenwalde/Spree
Wieviel: VVK: 9,00 € zzgl. VVK-Gebühren / AK: 12,00 €

Die prominente und beliebte Schauspielerin ist erneut in Fürstenwalde zu Gast, diesmal mit einer Lesung der Erzählung „Das Argonautenschiff“ von Anna Seghers aus dem Jahr 1948. Für Marcel Reich-Ranicki gehörten Seghers Erzählungen zu den besten der deutschen Literatur. Die Sage von Jason, der sich mit seinem Schiff Argo auf die Suche nach dem goldenen Flies begibt, einem mit Goldstaub durchsetzten Widderfell, das seinen Träger unverwundbar, also unsterblich macht, hat schon in der Antike viele Schriftsteller angeregt, ihre Zeit in der Sage zu reflektieren.

Vorlesungsreihe „Gastfreundschaft“ in Braunschweig

Was: „Transit“ im Rahmen der Vorlesungsreihe „Gastfreundschaft“
Wann: Di., 21.11.17, 18 Uhr
Wo: Hochschule für Bildende Künste, Aula, Johannes-Selenka-Platz 1, 38118 Braunschweig
Wieviel: Eintritt frei

Gastfreundschaft als Thema in Bernard Shaws »Haus der gebrochenen Herzen« und Anna Seghers‘ »Transit«, Diether Schlicker (Dramaturg Tanztheater) im Gespräch mit Claudia Lowin (Leitende Dramaturgin des Schauspiels).

Jeweils zwei VertreterInnen aus Kunst und Wissenschaft widmen sich im Rahmen der Vorlesungsreihe verschiedenen Facetten des Veranstaltungsthemas: Hat der Austausch, der sich zwischen Bühne und Publikum abspielt, etwas mit Gastfreundschaft zu tun? Wie lässt sich Gastfreundschaft aus der Kunst heraus denken? Wie lässt sich Pädagogik aus dem Gedanken der Gastfreundschaft heraus verstehen, insbesondere die Pädagogik, die es mit den Künsten zu tun hat?

Eine Vorlesungsreihe in Kooperation des Instituts für Performative Künste und Bildung der HBK und des Staatstheaters Braunschweig.

„Transit“ – Gastspiel am Theater Liechtenstein

Anna Seghers' Roman "Transit"

Anna Seghers‘ Roman „Transit“

Was: „Transit“-Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin gastiert am TAK
Wann: Di., 21.11.17, und Mi., 22.11.17, Einführung 19.30 Uhr
Wo: TAK Theater Liechtenstein, Reberastrasse 12, 9494 Schaan, Liechtenstein
Wieviel: CHF 45, 40, erm. 10
Karten:
Kartenreservation über +423 237 59 69 oder vorverkauf@tak.li

Marseille im Sommer 1940: Am Rande des Kontinents stauen sich die Flüchtlingsströme. Tausende suchen einen Weg hinaus aus Europa, hetzen nach Visa und Transits und hoffen verzweifelt eine der wenigen Passagen nach Übersee zu ergattern. Unter ihnen ein junger Deutscher: Aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen und ausgestattet mit falschen Papieren strandet auch er in der überfüllten Hafenstadt. Hier verliebt er sich in Marie. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, einem Schriftsteller namens Weidel, von dem sie beim Einmarsch der Deutschen in Paris getrennt wurde.

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„Was jetzt geschieht, geschieht uns“ – „Das siebte Kreuz“ in Frankfurt am Main

Cover Programmheft

Cover Programmheft

Im Schauspiel in Frankfurt/M. fand am 27. Oktober 2017 die Premiere der Bühnenfassung des Romans „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers statt, die von Sabine Reich erarbeitet wurde. Regie führte der neue Intendant Anselm Weber.

Das Premierenpublikum erlebte einen höchst intensiven Theaterabend, zwei Stunden ohne Pause – im Wesentlichen der Text von Anna Seghers (natürlich in komprimierter Form). Das Bühnenbild ist schwarz, die Bühne leer, im Vordergrund (auf einem Podest) agieren die jeweiligen Schauspielerinnen und Schauspieler, die anderen sitzen im Hintergrund in einem angedeuteten Graben, nichts lenkt vom Text und dessen Kraft sowie den Darbietenden ab.

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„Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“ – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung „Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“
Wann: So., 19.11.17, 14 Uhr
Wo: Dominformation, Marktportal, Markt 10, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, Kinder ab 9 Jahre, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte 5 €, Familienkarte 19 €
Kontakt: Tourist Service Center Mainz Tel. 06131 242827

Der Gästeführerverband Mainz e. V. führt an die Orte der Kindheit und Jugend von Anna Seghers. Mit Textlesungen aus den Werken Das siebte Kreuz und Der Ausflug der toten Mädchen.

„Die Wertheimer Eichelgasse im literarischen Werk von Anna Seghers“ – Vortrag in Wertheim

Was: Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Die Eichelgasse – einstige Lebensader der Stadt Wertheim“
Wann: Ausstellung 29.05.17–04.02.18, Di.–Fr. 10–12 und 14.30–16.30, Sa. 14.30–16.30, So. und Feitertage 14–17 Uhr, Vortrag Mo., 06.11.17, 18.30 Uhr
Wo: Grafschaftsmuseum Wertheim, Modersohnsaal, Rathausgasse 6-10, 97877 Wertheim
Wieviel: Ausstellung 3 €, erm. 1,50 €, Vortrag 4,50 €

„Das siebte Kreuz“ – Theater in Frankfurt am Main

Anna Seghers' "Das siebte Kreuz"

Anna Seghers‘ „Das siebte Kreuz“

Was: „Das siebte Kreuz“ – Theaterstück nach dem Roman von Anna Seghers
Wann: Premiere Fr., 27.10.17
Wo: Schauspiel Frankfurt, Schauspielhaus, Neue Mainzer Str. 17, 60311 Frankfurt am Main
Karten: online

Georg Heisler ist auf der Flucht. Ob sein Weg in die Freiheit oder in den Tod führt, hängt nicht von ihm ab, das entscheiden andere. Es sind diese Anderen, die ihm begegnen auf den Wegen am Rhein, den Höhen des Taunus und schließlich in den Straßen von Frankfurt: Menschen, die das Risiko eingehen, ihn nicht zu verraten, die nicht fragen, sondern helfen. Es sind Menschen, die eine Entscheidung treffen müssen, für sich, für Georg und für das, woran wir glauben. Anna Seghers weltberühmter Roman von 1942 zeigt eindrücklich, was es heißt, auf der Flucht zu sein: Flucht ist die existenzielle Erfahrung der Bedürftigkeit. Wir bedürfen derer, die uns schützen und leiten; ohne sie, ohne ihren Mut und ihre Entschlossenheit sind wir verloren. Sie betrifft uns alle als Opfer, Täter oder Mitwisser. In der Bearbeitung von Sabine Reich und der Regie von Anselm Weber kommt dieser Roman zum ersten Mal in der Stadt auf die Bühne, in der diese Fluchtgeschichte spielt.

Anna-Seghers-Preis 2017 an Maren Kames

Cover von Maren Kames' Debüt "halb taube halb pfau"

Cover von Maren Kames‘ Debüt „halb taube halb pfau“

Die 1984 in Überlingen geborene Autorin Maren Kames wird mit dem Anna Seghers-Preis 2017 ausgezeichnet. „Maren Kames spielt mit ihrem Sprachtalent, ihrer Experimentierfreude, ihrem Eigenwillen und ihrer Ernsthaftigkeit im Literaturbetrieb jetzt schon eine interessante Rolle, die man, wie ich finde, würdigen und noch breiter bewusst machen sollte“, begründet Juror Dirk Knipphals seine Entscheidung. Die Preisverleihung findet am 25. November 2017 in der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur statt.

Maren Kames‘ Debüt halb taube halb pfau erschien 2016 bei dem Zürcher Secession Verlag. Juror Dirk Knipphals: „Wir sind auf Durchreise, und es gibt keine Wegweiser in Maren Kames Texten. Die Autorin – und mit ihr ihre Leserinnen und Leser – bewegen sich wie in unbekanntem Gebiet, tastend, sich mit offenen Augen staunend umschauend. halb taube halb pfau vermittelt einen auf Dauer gestellten Zustand des Transit, eine Abenteuerfahrt durch Sprachlandschaften und ein – ohne direkt politisch zu sein, auch politisch ensibilisierendes – Sensorium gegen Zuschreibungen, einordnendes Denken und falsche Identitäten. Man wünscht, dass Maren Kames ihre Arbeit an der Sprache so konsequent fortsetzen kann, wie sie das mit ihrem Debüt begonnen hat.“

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