Anna-Seghers-Gesellschaft trauert um Peter Härtling

Die Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz trauert um ihr Gründungsmitglied Peter Härtling (13.11.1933-10.07.2017). Seit die literarische Gesellschaft im November 1991 gegründet wurde, setzte sich der Schriftsteller als Mitglied der Akademie der Künste Berlin vehement dafür ein, das Werk von Anna Seghers als eine der ganz großen Leistungen der deutschen Literatur im 20. Jahrhundert zu bewahren. Wir verlieren in ihm einen wunderbaren Poeten und politisch engagierten Freund. Mit Freude hat Peter Härtling im Literarischen Salon der Anna-Seghers-Gesellschaft in Berlin-Adlershof aus seinen Büchern gelesen. Wir werden ihn ein ehrendes Andenken bewahren.

„Roland R. Berger – Graphiken & Zeichnungen zu Texten von Anna Seghers“ – Ausstellung in Oranienburg

Roland R. Berger, Skizze zu »Das siebte Kreuz« von Anna Seghers, Federzeichnung, 2016, 183 x 218 mm

Roland R. Berger, Skizze zu »Das siebte Kreuz« von Anna Seghers

Was: Ausstellung Roland R. Berger – Graphiken & Zeichnungen zu Texten von Anna Seghers Literatur
Wann: zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Mo./Di./Do./Fr. 11–18, Sa. 9–13 Uhr
Wo: Stadtbibliothek Oranienburg, Schlossplatz 2, 16515 Oranienburg
Wieviel: Eintritt frei

Ausstellung mit Graphiken und Zeichnungen von Roland R. Berger zu Werken von Anna Seghers. Vernissage am Donnerstag, den 8. Juni 2017, um 16 Uhr.

„Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“ – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung „Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“
Wann: Do., 01.06.17, 17 Uhr
Wo: Dominformation, Marktportal, Markt 10, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, Kinder ab 9 Jahre, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte 5 €, Familienkarte 19 €
Kontakt: Tourist Service Center Mainz Tel. 06131 242827

Der Gästeführerverband Mainz e. V. führt an die Orte der Kindheit und Jugend von Anna Seghers. Mit Textlesungen aus den Werken Das siebte Kreuz und Der Ausflug der toten Mädchen.

„Transit“ – Theater in Siegen

Anna Seghers' Roman "Transit"

Anna Seghers‘ Roman „Transit“

Was: Theaterstück nach dem Roman von Anna Seghers mit Thorsten Hierse und Wiebke Mollenhauer
Wann: So., 14.05.2017, 19 Uhr
Wo: Apollo-Theater Siegen, Morleystr. 1, 57072 Siegen
Wieviel: 19 €, erm. 13 €
Karten:
online

Marseille 1940: Flüchtlingsströme, Tausende suchen einen Weg heraus aus Europa, hetzen nach Visa und Transits und hoffen verzweifelt auf eine der wenigen Passagen nach Übersee. Unter ihnen ein junger Deutscher: Aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen, mit falschen Papieren, strandet er in der überfüllten Hafenstadt. Hier verliebt er sich in Marie. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann … Eindrücklich schildert Anna Seghers das Chaos, das Warten, die Hoffnung und die Verzweiflung der Flüchtenden – den menschenunwürdigen Transitzustand, der auch heute für Millionen von Menschen bittere Realität ist. „Dieses Buch ist in Marseille entstanden, in den erwähnten Cafés, wahrscheinlich sogar, wenn ich zu lange warten musste, in Wartezimmern auf Konsulaten, dann auf Schiffen, auch interniert auf Inseln.“ So beschrieb Anna Seghers selbst die Entstehung von „Transit“.

„Das letzte Jahr in Briefen“ – Lesung in Berlin

Cover Ludwig Marum "Das letzte Jahr in Briefen"

Cover Ludwig Marum „Das letzte Jahr in Briefen“

Was: Andrée Fischer-Marum liest aus „Das letzte Jahr in Briefen“
Wann: Di., 23.05.17, 16 Uhr
Wo: Anna-Seghers-Gedenkstätte, 12489 Berlin, Anna-Seghers-Straße 81
Anmeldung: Di./Do. zwischen 10-16 Uhr unter 030/6774725

Das letzte Jahr von Ludwig Marum reicht von März 1933 bis März 1934. Dieses Jahr verbrachte er im Gefängnis in Karlsruhe und im badischen Konzentrationslager Kislau. Er war bis zu seiner Verhaftung sozial­demo­kra­tischer Politiker und Rechtsanwalt in Karlsruhe. Vom Tag seiner Inhaftierung bis zu seiner Ermordung besteht ein reger Briefwechsel – heimlich oder offen – mit seiner Frau Johanna. Seine Briefe aus diesem Jahr sind  vollständig erhalten, die seiner Frau nur teilweise. Die Enkelin stellt mit diesen Briefen ein Zeugnis dieser Zeit vor.

„Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947-1952“ – Lesung in Berlin

Cover "Heimkehr in ein altes Land"

Cover „Heimkehr in ein altes Land“

Was: Monika Melchert liest aus ihrem Buch Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952
Wann: Mi., 26.04.17, 19 Uhr
Wo: Max-Lingner-Haus, Beatrice-Zweig-Straße 2, 13156 Berlin

Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg Das siebte Kreuz hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt und versteinert komme ihr alles vor.

Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schrift- stellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit, der mühsame und manchmal verzweifelte Kampf gegen die Verheerungen in den Köpfen apathischer Menschen.

Monika Melchert ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin; im Auftrag der Akademie der Künste arbeitet sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt.

„Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947-1952“ – Lesung in Berlin

Was: Monika Melchert liest aus ihrem Buch Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952
Wann: Do., 20.04.17, 19 Uhr
Wo: Ladengalerie der jungen Welt, Torstraße 6, 10119 Berlin
Wieviel: 5 €, erm. 3 €
Anmeldung: Tel. 0 30/53 63 55-56 oder E-Mail mm@jungewelt.de

Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg Das siebte Kreuz hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt undversteinert komme ihr alles vor. Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schriftstellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit…

Monika Melchert ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin; im Auftrag der Akademie der Künste arbeitet sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt.

„Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“ – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung „Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“
Wann: So., 09.04.17, 15 Uhr
Wo: Dominformation, Marktportal, Markt 10, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, Kinder ab 9 Jahre, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte 5 €, Familienkarte 19 €
Kontakt: Tourist Service Center Mainz Tel. 06131 242827

Der Gästeführerverband Mainz e. V. führt an die Orte der Kindheit und Jugend von Anna Seghers. Mit Textlesungen aus den Werken Das siebte Kreuz und Der Ausflug der toten Mädchen.

„Seniorenakademie: Anna Seghers – ein Jahrhundertschicksal. Zwischen Widerstand, Fremdheit, Anpassung und Selbstbestimmung“ – Vortrag in Ilmenau

Was: Seniorenakademie mit Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt, Universität Leipzig: Anna Seghers – ein Jahrhundertschicksal. Zwischen Widerstand, Fremdheit, Anpassung und Selbstbestimmung
Wann: Fr., 07.04.17, 15 Uhr
Wo: TU Ilmenau, Faradaybau-Hörsaal, Weimarer Str. 32, 98693 Ilmenau
Wie viel: Eintritt frei

In der Jugend hochgelobt und mit dem Kleist-Preis geehrt, als Jüdin und Kommunistin aus Deutschland vertrieben, ist die Rückkehr der Anna Seghers nach Deutschland im Jahr 1947 mit großen Problemen verbunden. Was bleibt, sind ihre Romane und Erzählungen und der Anspruch, realistisch, aber ‚mit der Farbigkeit der Märchen‘ zu schreiben. Der Vortrag gibt mit der Betrachtung ausgewählter Lebensstationen und literarischer Texte – Aufstand der Fischer von St. Barbara, Transit, Reisebegegnung –, die ihrem Früh-, Exil- und Spätwerk zuzuordnen sind, Einblicke in ein außergewöhnliches Leben.