“Transit” – Szenische Lesung in Lörrach

Was: Szenische Lesung des gleichnamigen Romans von Anna Seghers des Freien Theaters Tempus fugit
Wann: Mi., 29.06.16, und Do., 30.06.16, jeweils 20.30 Uhr
Wo: Neues Theaterhaus, Adlergäßchen 13, 79539 Lörrach
Wieviel: 10 €, erm. 5 €
Karten: online

Die Arbeit an Transit begann Anna Seghers 1941 auf ihrer eigenen Flucht aus Nazideutschland. Eindrücklich beschreibt sie einen Zustand der heute, 75 Jahre später, für viele Menschen wieder bittere Realität ist.

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“Heimkehr in ein altes Land” – Lesung in Stralsund

Was: Lesung aus Heimkehr in ein altes Land mit Monika Melchert
Wann: Fr., 03.06.16, 19 Uhr
Wo: StiC-er Theater Stralsund, Frankenstraße 57/61, 18439 Stralsund

Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg “Das siebte Kreuz” hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt und versteinert komme ihr alles vor.

Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schrift- stellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit, der mühsame und manchmal verzweifelte Kampf gegen die Verheerungen in den Köpfen apathischer Menschen.

“Anna Seghers’ Roman ‘Transit'” – Vortrag in Riedstadt

Anna Seghers' Roman "Transit"

Anna Seghers’ Roman “Transit”

Was: Vortrag über Anna Seghers’ Roman „Transit“ von Hans-Willi Ohl im Rahmen der Veranstaltunsreihe “Transit bewegt – Rhein-Main”
Wann: So., 03.07.16, 18 Uhr
Wo: Kunstgalerie am Büchnerhaus, Weidstraße 9, 64560 Riedstadt
Wieviel: Eintritt frei, Spenden willkommen

Die Mainzer Schriftstellerin Anna Seghers musste das nationalsozialistische Deutschland 1933 verlassen. Sie schrieb ihren Roman „Transit“, kurz bevor sie 1941 ihr erstes Exilland Frankreich verließ, um in ihr zweites Exilland Mexiko zu fliehen. Hans-Willi Ohl (Anna-Seghers-Gesellschaft) lotet in seinem Vortrag aus, was dieser „Übergang“ sowohl für den Helden des Romans als auch für die Schriftstellerin selbst bedeutete: Behördenkämpfe, Verlust der Heimat, Wechsel des Kontinents, der Sprache und der Kultur. Seghers hat dieser höchst aktuellen Problematik in künstlerisch überzeugender und menschlich ergreifender Weise Ausdruck verliehen.

“Heimkehr in ein altes Land” – Lesung in Greifswald

Cover "Heimkehr in ein altes Land"

Cover “Heimkehr in ein altes Land”

Was: Lesung mit Monika Melchert
Wann: Do., 02.06.16, 19 Uhr
Wo: Kapelle St. Spiritus, Lange Straße 49, 17489 Greifswald

Monika Melchert, arbeitet in der Anna-Seghers-Gedenkstätte und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte in Berlin. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe “Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt” und hat über Anna Seghers (“Mit Kafka im Café”, 2006), Christa Wolf (“Kassandra vor dem Löwentor”, 2009) und Max Frisch (“Leben spielen”, 2011) publiziert. Zuletzt erschien 2011 ihr Titel “Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952”.

“Die Aufnahme deutscher Antifaschisten in Mexiko 1939–1942” – Vortrag in Offenbach

Was: Vortrag “Die Aufnahme deutscher Antifaschisten in Mexiko 1939–1942” – Bildungsseminar der Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben
Wann: Di., den 21.06.16, 19 Uhr
Wo: Volkshochschule Offenbach, Berliner Straße 77, 63065 Offenbach
Wieviel: Eintritt frei
Anmeldung: nicht erforderlich

Insgesamt nahm das postrevolutionäre Mexiko von Lázaro Cárdenas (1934-1940) ca. 40.000 antifaschistische Flüchtlinge auf: Spanische Republikaner, Juden und Interbrigadisten. Unter ihnen waren auch viele deutschsprachige Linksintellektuelle, wie Max Aub, Anna Seghers, Egon Erwin Kisch und Walter Reuter. Vor allem engagierte sich der mexikanische Generalkonsul Gilberto Bosques (1892-1995) von Paris (1939) und Marseille (1940-1942) aus, die regierungsamtliche antifaschistische Außen- und Asylpolitik der 1930er- und 1940er-Jahre erfolgreich anzuwenden. Völlig selbstlos war sie nicht, denn viele Flüchtlinge waren willkommene Fachkräfte für den reformierten Auf- und Ausbau von Infrastruktur, Bildung und Kultur. Unerwartet und groß waren die Probleme der Rückkehrer aus Mexiko in den fünfziger Jahren in der neugegründeten DDR. Oftmals galten sie als verdächtige Westemigranten.

Weitere Auskünfte sind unter Angabe der Kursnummer E1059VO bei der Telefonnummer 8065 3141 oder per E-Mail an vhs@offenbach.de erhältlich.

“Kinder im Exil” – Ausstellung in Berlin

Was: Ausstellung “Kinder im Exil”
Wann: 16.06.–20.07.16, 10–22 Uhr, Eröffnung: Do., 16.06.16, 10 Uhr, Führungen Di.–So., 11 Uhr, 2 €, Kuratorenführungen mit Gesine Bey Do. 18 Uhr und So. 11 Uhr, 2 €
Wo: Akademie der Künste, Studiofoyer, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Wieviel: Eintritt frei
Kontakt: Tel.: (030) 200 57-1000, E-Mail: ticket@adk.de

Exilerfahrungen von Kindern stehen im Mittelpunkt der Dokumentationsausstellung. Im historischen Teil zeigt sie Fotos, Briefe, Werkmanuskripte aus dem Akademie-Archiv, insbesondere aus Nachlässen von Künstlern, die mit ihren Kindern zwischen 1933 und 1945 ins Exil gingen. Bisher wenig oder kaum beachtet, wird die Perspektive der mit ihren Eltern geflohenen Kinder sichtbar: der Töchter und Söhne von Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Paul Dessau, George Grosz, Wieland Herzfelde, Alfred Kerr, Anna Seghers, Friedrich Wolf und Arnold Zweig.

Der aktuelle Teil stellt KUNSTWELTEN-Projekte von Künstlern und Kindern zum Exil vor. Aus den Begegnungen mit den Nachlässen und Dokumenten in den Akademie-Archiven sind Filme, Modelle, Texte, Fotos, Zeichnungen, Musikstücke, Theaterspiele entstanden, die Migration auch heute als Herausforderung und Bereicherung zeigen. Anlässlich der Ausstellungseröffnung präsentieren Berliner Schüler gemeinsam mit Akademie-Mitgliedern und -Stipendiaten Ergebnisse ihrer Recherchen und Werkstätten.

“Frostige Jahre. Oder: Später Besuch bei Anna Seghers” – Feature im rbb

Was: Feature Frostige Jahre. Oder: Später Besuch bei Anna Seghers
Wann: So., 12.06.2016, 14.04–15.00 Uhr
Wo: kulturradio vom rbb

Von Inge-Lore und Klaus Bellin
Regie: Beate Rosch.
Produktion: ORB 1995 / SWR 2:15.11.2000
O-Ton: A. Seghers, R. u. P. Radvanyi, M. Berger, St. Hermlin, H. Mayer, Ch. Wolf, W. Janka, E. Loest

“Lore Krüger et Anna Seghers, convergences de deux parcours” – Lecture en Paris

Les traversées du XXe siècle par ces artistes allemandes se recoupent plusieurs fois : juives antifascistes, à l’avènement d’Hitler, elles sont contraintes à un exil dont la principale station, avant la guerre, sera la France. Un second exil les conduira en Amérique, Anna au Mexique et Lore aux USA. Entre Anna l’écrivaine et Lore, la photographe en exil, y a-t-il eu alors d’autres points de rencontre?
Après la guerre, c’est à Berlin-Est qu’elles iront se fixer et vivre jusqu’à leur mort. Et là, quels parcours vont effectuer Anna, écrivaine consacrée, et Lore devenue traductrice littéraire?

Lecture de textes d’Anna Seghers par Ariane Ascaride. Par Hélène Roussel, germaniste, chercheuse sur l’exil allemand des années 1933-1945,
avec la participation de Pierre Radvanyi, physicien, fils d’Anna Seghers

Mercredi 25 mai 2016 à 19 h 30
Musée d’art et d’histoire du Judaïsme, 71, rue du Temple, 75003 Paris
8 €, erm. 6 €

“Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen” – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung “Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen”
Wann: Mi., 01.06.16, 17 Uhr
Wo: Dominformation, Marktportal, Markt 10, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, Schüler/Studenten 4 €, Rentner 6 €, Kinder bis 9 Jahre 3 €, Familienkarte 15 €
Kontakt: Tourist Service Center Mainz Tel. 06131 242827

Der Gästeführerverband Mainz e. V. führt an die Orte der Kindheit und Jugend von Anna Seghers. Mit Textlesungen aus den Werken Das siebte Kreuz und Der Ausflug der toten Mädchen.

“Fluchtgeschichten. Erzählen vom Zweiten Weltkrieg bei Irène Némirovsky, Anna Seghers und anderen” – Vortrag in Saarbrücken

Logo Universität des Saarlandes

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Was: Vortrag “Fluchtgeschichten. Erzählen vom Zweiten Weltkrieg bei Irène Némirovsky, Anna Seghers und anderen” im Rahmen der Literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung „Erkundungen zwischen Krieg und Frieden“ der Universität des Saarlandes
Wann: Mo., 30.05.16, 19 Uhr
Wo: Rathaus St. Johann, Festsaal, Rathausplatz 1, 66111 Saarbrücken
Wieviel: Eintritt frei

Die Invasion der Deutschen Wehrmacht in Frankreich, Belgien und den Niederlanden im Mai und Juni 1940 zählt zu den Kriegsereignissen, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der Franzosen eingegraben haben. Die einsetzende Massenflucht der Zivilisten, die Auflösung der französischen Armee und das daraus entstehende Chaos auf den Straßen zwischen Flandern, Paris und Südfrankreich wurden von zahlreichen Schriftstellern und Künstlern verarbeitet, die sich selbst auf die Flucht begeben mussten.

Der erste Teil des Vortrags von Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität des Saarlandes) bietet einen allgemeinen Überblick über die literarische Verarbeitung dieser traumatischen Erfahrung vor allem im Hinblick auf die verwendeten Motive, Wahrnehmungsperspektiven und ästhetischen Gestaltungsverfahren der verschiedenen Werke. Im Hauptteil werden die beiden Romane „Suite française“ von Irène Némirovsky (1942/2004) und „Transit“ (1944/1948) von Anna Seghers näher präsentiert und miteinander verglichen. Dabei wird sich zeigen: Beide Texte betten die Kriegsereignisse als Handlung in eine komplexe Erzählstruktur ein; beide lassen sich aber auch als grundsätzliche schriftstellerische Erkundungen über Krieg und Frieden verstehen. Und nicht zuletzt denken beide Autorinnen in ihren Romanen intensiv darüber nach, welche Konsequenzen die Kriegserfahrungen für das Geschichtenerzählen und für die Literatur insgesamt haben.