„Transit“ – Lesung in Dresden

Anna Seghers' Roman "Transit"

Anna Seghers‘ Roman „Transit“

Was: Lesung aus „Transit“
Wann: Do., 20.06.19, 19 Uhr
Wo: farbwerk e.V. im Zentralwerk (Souterrain), Riesaer Straße 32, Dresden
Wieviel: Eintritt frei

Tausende Flüchtende kommen 1940 von überall her nach Marseille, um Europa zu verlassen. Was alle verbindet: Warten, Resignation, Chaos. Hoffnung. Die Menschen sind auf der Jagd nach Einreise-, Ausreise- und Durchreisevisa, Aufenthaltserlaubnissen und Pässen, Informationen und Schiffspassagen. Sie hetzen durch das Chaos dieser Stadt am Meer, kämpfen gegen den bürokratischen Wahnsinn und verzweifeln. Ihre Wege kreuzen sich in den Cafés, in den Behörden, auf den Straßen. Die Menschen erkennen sich wieder und bleiben sich trotzdem fremd.

Anna Seghers schreibt ihren Roman „Transit“ Anfang der 1940er Jahre auf der Flucht ins mexikanische Exil. Was sie darin erzählt, passiert auch jetzt. Ahmad Mesgarha, Schauspieler am Staatsschauspiel Dresden, liest aus „Transit“ und lässt uns wundern aufgrund der Aktualität. All die Geschichten, Mühen und Kämpfe, Ängste und Hoffnungen sind Gegenwart. Auch das Sterben von Flüchtenden ist Gegenwart. Im Mittelmeer, an den Grenzen, in Europa.

„Fluchtweg nach Marseille“ – Filmvorführung in München

Was: Film „Fluchtweg nach Marseille“ nach dem Roman „Transit“ von Anna Seghers
Wann: Mi., 22.05.19, 19 Uhr
Wo: Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München
Wieviel: 6 € (5 € für MFZ-Mitglieder)

BRD 1977 | R+B: Ingemo Engström & Gerhard Theuring, frei nach dem Roman »Transit« von Anna Seghers | K: Axel Block | D: Katharina Thalbach, Rüdiger Vogler, François Mouren-Provensal, Ruth Fabian | 210 min

„Anna Seghers & ‚Das siebte Kreuz‘ – eine Flucht durch Frankfurt“ – Stadtführung in Frankfurt am Main

Was: Stadtführung „Anna Seghers & ‚Das siebte Kreuz‘ – eine Flucht durch Frankfurt“
Wann: Mo., 13.05.19, 18.30 Uhr
Treffpunkt: 15 Minuten vor Führungsbeginn am Vorplatz des Hauptbahnhofs, Frankfurt am Main
Wieviel: 13 €

Anna Seghers verfasste 1938 im Exil einen der großen Frankfurt-Romane. Obwohl dieser schon während des Krieges mit Spencer Tracy in der Hauptrolle verfilmt wurde, ist sein Frankfurtbezug weitgehend unbekannt. Ein Spaziergang zu den Schauplätzen des Buches.

„Transit“ – Theater in Dresden

„Alles war auf der Flucht, alles war nur vorübergehend, aber wir wussten noch nicht, ob dieser Zustand bis morgen dauern würde oder noch ein paar Wochen oder Jahre oder unser ganzes Leben.“

In der Spielzeit 19/20 wird Transit, eine Adaption des Romans von Anna Seghers, auf der Bühne des Staatsschauspiel Dresden zu sehen sein. Die Premiere findet am 8.November im Kleinen Haus statt.

„Transit“ – Filmvorführung in Mainz

Was: Filmvorführung von „Transit“ (2018) mit Einführung von Dr. Anne Friedrichs, Wissenschaftlerin IEG Mainz
Wann: Mi., 08.05.19, 20.30 Uhr
Wo: CinéMayence im Institut français, Schönborner Hof, Schillerstraße 11, 55116 Mainz
Wieviel: 5,50 €, erm. 4,50 €

Auf der Suche nach einem Visum und einem neuen Leben irrt der deutsche Flüchtling Georg durch Marseille, lernt Menschen kennen, die sein Schicksal teilen, stets im Schwebezustand zwischen Gehen und Bleiben. Die Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist. In dem auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers basierenden Film verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Transiterfahrungen werden aktualisiert und in ihrer europäischen Dimension aufgezeigt.


„Mobilität und Zugehörigkeit“ ist eine Filmreihe anlässlich des Themenjahrs „Mensch und Mobilität“ der Mainzer Wissenschaftsallianz organisiert vom Forschungsbereichs 3 des IEG Mainz. Jeder Film wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts eingeführt.

In Kooperation mit dem Büro für Migration und Integration der Stadt Mainz, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und dem Institut für Filmwissenschaft der JGU Mainz.

„Wilde und zarte Träume – Anna Seghers‘ Jahre im Pariser Exil (1933-1940)“ – Buchpräsentation in Berlin

Was: Buchpräsentation „Wilde und zarte Träume“ mit Monika Melchert
Wann: So., 24.03.19, 10.30 Uhr
Wo: Peter-Weiss-Bibliothek, Hellersdorfer Promenade 24, 12627 Berlin
Kontakt: Tel.: (030) 99282525

Dann nimmt sie ihre Kinder je eines an der Hand und sie laufen durch den nahen Park der Madame Pompadour …

Mit tänzerischer Anmut zeichnet Monika Melchert ein überraschendes Porträt der großen Schriftstellerin, die 1933 mit Mann und Kindern vor den Nazis nach Frankreich fliehen musste.
Sie erzählt, wie Anna Seghers unter wachsender Bedrohung ein Schreiben entfaltet, in dem sie Politik und Poesie auf einzigartige Weise verbindet. Wie sie für die Familie sorgt, sich gegen den wachsenden Faschismus zur Wehr setzt und schließlich in Marseille ihren berühmten Roman „Transit“ beginnt.

Begleitet wird Monika Melcherts Essay von den Zeichnungen der Künstlerin Luna Al-Mousli.

Melchert, Monika/Al-Mousli, Luna: Wilde und zarte Träume – Anna Seghers Jahre im Pariser Exil (1933-1940). 94 S. Berlin: BÜbül Verlag Berlin. 2018. ISBN: 978-3-946807-24-7. 15 Euro.

„Zu Besuch bei Anna Seghers“ – Frauentouren in Berlin

Seit 1984 trägt die ehemalige Volkswohlstraße in Berlin-Adlershof den Namen Anna-Seghers-Straße.

Seit 1984 trägt die ehemalige Volkswohlstraße in Adlershof den Namen Anna-Seghers-Straße.

Was: Frauentouren zu Besuch bei Anna Seghers
Wann: Do., 14.03.19, 18 Uhr
Wo: Anna-Seghers-Museum, 12489 Berlin, Anna-Seghers-Straße 81
Wieviel: 4 €, erm. 2 €
Anmeldung: Tel. 030/677 47 25

Sonderführung durch die Wohn- und Arbeitsräume der Schriftstellerin und kleine Lesung mit Monika Melchert (Anmeldg. erbeten). Eine Veranstaltung im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin.

„Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen“ – Lesung in Hannover

Was: Lesung „Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen“
Wann: Di., 26.02.18, 19.30 Uhr
Wo: Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12, 30169 Hannover
Wieviel: 10 €, Mitglieder der Goethe-Gesellschaft und Freunde der Stadtbibliothek Hannover 7 €
Anmeldung: nicht erforderlich

Sonja Beißwenger liest aus „Der Ausflug der toten Mädchen“ von Anna Seghers. Die Erzählung entstand 1943 im mexikanischen Exil der Schriftstellerin. In Form eines elegischen Berichtes verknüpft sie darin ihre Vertreibung aus Deutschland in der Zeit der Nazi-Herrschaft mit der Erinnerung an einen Schulausflug in die Rheinlandschaft bei Mainz, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Transgression der Zeit, das Ineinandergleiten der Zeitebenen wird meisterhaft gehandhabt.

Gastspiel: „Das siebte Kreuz“ – Theater in Dresden

Anna Seghers' "Das siebte Kreuz"

Anna Seghers‘ „Das siebte Kreuz“

Was: „Das siebte Kreuz“ – Theaterstück nach dem Roman von Anna Seghers
Wann: Sa., 13.04.19, 19.30 Uhr + So., 14.04.19, 19 Uhr
Wo: Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus, Theaterstr. 2, 01067 Dresden
Wie viel:
18-36 €
Karten: online

Georg Heisler ist auf der Flucht. Ob sein Weg in die Freiheit oder in den Tod führt, hängt nicht von ihm ab, das entscheiden andere. Es sind diese Anderen, die ihm begegnen auf den Wegen am Rhein, den Höhen des Taunus und schließlich in den Straßen von Frankfurt: Menschen, die das Risiko eingehen, ihn nicht zu verraten, die nicht fragen, sondern helfen. Es sind Menschen, die eine Entscheidung treffen müssen, für sich, für Georg und für das, woran wir glauben. Anna Seghers weltberühmter Roman von 1942 zeigt eindrücklich, was es heißt, auf der Flucht zu sein: Flucht ist die existenzielle Erfahrung der Bedürftigkeit. Wir bedürfen derer, die uns schützen und leiten; ohne sie, ohne ihren Mut und ihre Entschlossenheit sind wir verloren. Sie betrifft uns alle als Opfer, Täter oder Mitwisser. In der Bearbeitung von Sabine Reich und der Regie von Anselm Weber kommt dieser Roman zum ersten Mal in der Stadt auf die Bühne, in der diese Fluchtgeschichte spielt.

28. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft in Potsdam/Berlin

Die 28. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft findet in diesem Jahr unter dem Motto Anna Seghers und Bertolt Brecht im Kontext literarischer Debatten vom 23.–25. November 2018 in Potsdam/Berlin statt.

Während Anna Seghers aus dem Exil 1947 nach Deutschland zurückkehrte, erreichte Bertolt Brecht im gleichen Jahr die Schweiz. Seinem Ersuchen um die österreichische Staatsbürgerschaft wurde im April 1950 stattgegeben. Beide entschieden sich schlussendlich für die neugegründete DDR als neue Heimat. Gleichwohl waren sie von der Kampagne gegen westliche Dekadenz – eröffnet in der „Täglichen Rundschau“ im Januar 1951 – betroffen. Wie sich Anna Seghers und Bertolt Brecht in dieser und anderen Debatten positionierten, darüber soll die Konferenz Auskunft geben.

Flyer Tagungsprogramm [pdf]