„Sagen von Unirdischen“ – Lesung in Berlin

Flyer zur Lesung mit Doreen Kähler

Flyer zur Lesung mit Doreen Kähler

Was: Lesung „Sagen von Unirdischen“
Wann: Do., 15.12.2016, 19 Uhr
Wo: jW-Ladengalerie, Torstraße 6, 10119 Berlin
Wieviel: 5 €, erm. 3 €
Anmeldung:
Tel. 030/53 63 55- 56 oder Mail an mm@jungewelt.de

Sagen von Unirdischen“ ist eine Erzählung aus dem Spätwerk der Schriftstellerin Anna Seghers und erschien in der Sammlung „Sonderbare Begegnungen“ 1973. Es ist die Zeit von Reformation und Bauernkrieg; Verwirrung, Not und Angst prägen das Leben. Doch diese unruhige Epoche birgt neue Hoffnungen – ist ein Aufbruch zu einem neuen Bewusstsein. Wie aber äußert sich dieses Neue im Menschen? Es liest Doreen Kähler, Einführung: Monika Melchert.

 

„Transit“ – Szenische Lesung in Bonn

Was: „Transit“ – Szenische Lesung mit dem Theater fulminant
Wann: Mo., 28.11.16, 19 Uhr
Wo: Pauke Life Kultur-Bistro, Endenicher Strasse 43, 53115 Bonn
Wieviel: 13,70 €, 7,50 €
Karten: online

„Transit“ ist ein autobiographischer Roman von Anna Seghers, welcher in beeindruckender Weise von den Flüchtlingsströmen erzählt, die im Sommer 1940 aus ganz Europa in das kurz vor der Besetzung stehende Marseille flohen und sich dort zu Tausenden versammelten. Die Flüchtlinge versuchen verzweifelt den sich nähernden Truppen der Nationalsozialisten zu entkommen, scheitern aber oft an fehlenden Papieren, Geldnöten und zu wenigen Plätzen auf den Schiffen.Eingebettet in diese für uns heute aktuelle Schilderung vom Alltag der Flüchtlinge, die auf der Jagd nach Transiten, Visa und Schiffsbillets sind, ist eine komplizierte Liebesgeschichte, die ein erstaunliches Ende nimmt. In der 1 ½-stündigen szenischen Lesung werden 30 kurze Szenen von insgesamt elf Schauspielern mit und ohne Handicap gespielt.

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Anna-Seghers-Gesellschaft trauert um Antoon Prinsen

Antoon Prinsen (Copyright Rainer Dyk)

Antoon Prinsen (Copyright Rainer Dyk)

Im Oktober 2016 ist Antoon Prinsen, der viele Jahre Schatzmeister der Anna-Seghers-Gesellschaft war, im Alter von 80 Jahren gestorben. Antoon gehörte zusammen mit seiner Frau Barbara Prinsen-Eggert zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft und hat sich über viele Jahre dafür eingesetzt, dass Anna Seghers in Mainz und anderswo so gewürdigt wird, wie es ihrem literarischen Rang gebührt. Mit Antoon verlieren wir einen engagierten Mitstreiter und Freund, den wir nicht vergessen werden.

Trauerrede von Hans Berkessel [pdf]
Brief von Hans-Willi Ohl an die Familie [pdf]

26. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft in Berlin

Die 26. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft vom 18. bis zum 20. November 2016 in der Anna-Seghers-Schule in Berlin-Adlershof steht unter dem Motto „Alles war auf der Flucht, alles war nur vorübergehend“ – Zum Motiv von Flucht und Exil im Werk von Anna Seghers.

Anna Seghers und ihre Familie waren selbst Flüchtlinge. Sie mussten vor allem aus politischen Gründen 1933 das nationalsozialistische Deutschland verlassen und fanden zunächst in Frankreich und später in Mexiko Zuflucht. Für Anna Seghers dauerte das Exil 14 Jahre. Erst 1947 konnte sie wieder nach Berlin zurückkehren.

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„Heimkehr in ein kaltes Land“ – Lesung in Potsdam

Cover "Heimkehr in ein altes Land"

Cover „Heimkehr in ein altes Land“

Was: Lesung mit Monika Melchert (Anna-Seghers-Gedenkstätte)
Wann: So., 20.11.16, 15 Uhr
Wo: Fraenger-Haus, Tschaikowskiweg 4, 14480 Potsdam-Babelsberg
Wieviel: Eintritt frei

Monika Melchert liest aus ihren Büchern Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952 und Abschied im Adlon. Die Geschichte von Thea und Carl Sternheim. Monika Melchert ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin; im Auftrag der Akademie der Künste arbeitet sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt. Es moderiert Astrid Vehstedt.

„Müllermontag XXXVII: Die drei Beichten – Heiner Müller und Anna Seghers“ – Vortrag in Berlin

Heiner Müller (Foto: Lothar Deus)

Heiner Müller (Foto: Lothar Deus)

Was: Müllermontag Die drei Beichten – Heiner Müller und Anna Seghers – Vortrag und Gespräch mit Janine Ludwig und Leonore Krenzlin
Wann:  Mo., 28.11.16, 20 Uhr
Wo: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin
Wieviel: 5 €, erm. 3 €

Anna Seghers’ wichtiger Einfluss auf Heiner Müller ist sichtbar in poetischen Anspielungen in seinen Texten und erst recht in der großen Anzahl von Stücken, die er in Anlehnung an ihre Werke geschrieben hat (Die Umsiedlerin, Traktor, Der Auftrag, Wolokolamsker Chaussee III: Das Duell). Dieser Einfluss tritt auch deutlich im Gedicht „Motiv bei A.S.“ (um 1960) zu Tage, welches der Ausgangspunkt für sein Stück Der Auftrag war, nach Seghers’ Novelle Das Licht auf dem Galgen (1960) und in dem späten Gedicht „Brief an A.S.“ (veröffentlicht 1992). Unpublizierte Materialien aus dem Heiner-Müller-Archiv an der AdK in Berlin offenbaren etliche Versionen hiervon. Im Gespräch werden diese Archivfundstücke im Zusammenhang mit Müllers unveröffentlichten „drei Beichten“, d.h. ungeschriebenen Briefen, untersucht, die sich neben Seghers auf seinen Großvater und seinen Vater beziehen und neues Licht auf frühere Texte über diese werfen. Diese Verbindungen, die eine Art Lebensbilanz darstellen, werden diskutiert im Kontext der seit den 1970er Jahren zunehmenden Enttäuschung Müllers vom real existierenden Sozialismus und besonders der Wendeerfahrung 1989. So erschließt sich sein Wunsch(-traum), in einen erneuten Dialog mit den Verstorbenen zu treten (Seghers starb 1983) und seine fortgesetzte Obsession mit dem Vater, dem Großvater und der „Dichtermutter“ Anna Seghers.

Eine Veranstaltung der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft, unterstützt vom Literaturforum im Brecht-Haus und in Kooperation mit der Anna-Seghers-Gesellschaft

„Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“ – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung „Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“
Wann: Sa., 19.11.2016, 14 Uhr
Wo: Dominformation, Marktportal, Markt 10, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, Schüler/Studenten 4 €, Rentner 6 €, Kinder bis 9 Jahre 3 €, Familienkarte 15 €
Kontakt: Tourist Service Center Mainz Tel. 06131 242827

Der Gästeführerverband Mainz e. V. führt an die Orte der Kindheit und Jugend von Anna Seghers. Mit Textlesungen aus den Werken Das siebte Kreuz und Der Ausflug der toten Mädchen.

Verleihung des Anna-Seghers-Preises 2016

Was: Preisverleihung an Yuri Herrara
Wann: Fr., den 18.11.16, 19 Uhr
Wo: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Der Anna-Seghers-Preis wird in diesem Jahr an den mexikanischen Schriftsteller Yuri Herrera verliehen. Herrera gehöre zu den Autoren, “die sich mutig den Fragen ihrer Zeit stellen”, sagte die diesjährige Jurorin Franziska Muche. “Er ist ein großer Erzähler im Geiste Anna Seghers. Feinfühlig und kraftvoll lockt er uns in die Welt seiner Figuren, mit einer eigenen Sprache, die hochpoetisch ist und zugleich der Straße abgelauscht.”

„Zu Besuch bei Anna Seghers“ – Frauentouren in Berlin

Seit 1984 trägt die ehemalige Volkswohlstraße in Berlin-Adlershof den Namen Anna-Seghers-Straße.

Seit 1984 trägt die ehemalige Volkswohlstraße in Adlershof den Namen Anna-Seghers-Straße.

Was: Frauentouren zu Besuch bei Anna Seghers
Wann: Do., 10.11.16, 18 Uhr
Wo: Anna-Seghers-Gedenkstätte, 12489 Berlin, Anna-Seghers-Straße 81
Wieviel: 4 €, erm. 2 €
Anmeldung: Tel. 030/677 47 25

Führung durch die Wohn- und Arbeitsräume von Anna Seghers mit Monika Melchert. Anschließend Lesung aus „Heimkehr in ein kaltes Land“ – Die Rückkehr von Anna Seghers aus dem Exil in Mexiko nach 1945.

„Kinder im Exil“ – Ausstellung in Berlin

Was: Ausstellung „Kinder im Exil“
Wann: 11.10.–07.11.2016
Wo: Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik, Foyer, Erich-Weinert-Straße 103, D-10409 Berlin
Wieviel: Eintritt frei
Anmeldung: E-Mail an e.meyer(at)ballettschule-berlin.de

Die Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik zeigt vom 11.10.–07.11.2016 die Ausstellung „Kinder im Exil“, die bereits in der Akademie der Künste mit großem Erfolg präsentiert wurde.
Exilerfahrungen von Kindern stehen im Mittelpunkt der Dokumentationsausstellung. Im historischen Teil zeigt sie Fotos, Briefe, Werkmanuskripte aus dem Akademie-Archiv, insbesondere aus Nachlässen von Künstlern, die mit ihren Kindern zwischen 1933 und 1945 ins Exil gingen. Bisher wenig oder kaum beachtet, wird die Perspektive der mit ihren Eltern geflohenen Kinder sichtbar: der Töchter und Söhne von Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Paul Dessau, George Grosz, Wieland Herzfelde, Alfred Kerr, Anna Seghers, Friedrich Wolf und Arnold Zweig.