28. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft in Potsdam/Berlin

Die 28. Jahrestagung der Anna-Seghers-Gesellschaft findet in diesem Jahr unter dem Motto Anna Seghers und Bertolt Brecht im Kontext literarischer Debatten vom 23.–25. November 2018 in Potsdam/Berlin statt.

Während Anna Seghers aus dem Exil 1947 nach Deutschland zurückkehrte, erreichte Bertolt Brecht im gleichen Jahr die Schweiz. Seinem Ersuchen um die österreichische Staatsbürgerschaft wurde im April 1950 stattgegeben. Beide entschieden sich schlussendlich für die neugegründete DDR als neue Heimat. Gleichwohl waren sie von der Kampagne gegen westliche Dekadenz – eröffnet in der „Täglichen Rundschau“ im Januar 1951 – betroffen. Wie sich Anna Seghers und Bertolt Brecht in dieser und anderen Debatten positionierten, darüber soll die Konferenz Auskunft geben.

Flyer Tagungsprogramm [pdf]

„Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen“ – Literarische Soirée in Mainz

Was: Literarische Soirée „Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen“
Wann: Di., 20.11.18, 19 Uhr
Wo: Erbacher Hof, Ketteler-Saal, Grebenstr. 24-26, 55116 Mainz
Wieviel:
5 €
Anmeldung: nicht erforderlich

Von Gottfried Benn stammt der Satz: „Kommt, reden wir zusammen / wer redet, ist nicht tot…“ Der Dichter hat Recht. Sprachlosigkeit kommt einer gewissen Erstarrung gleich. Wer Worte sucht und findet, ist lebendig, ist im Fluss. Wo ich rede, da bin ich.
Im Gespräch über Klassiker der Literatur nähert man sich an der Akademie Erbacher Hof den großen, den ewigen Themen annähern, die da heißen: Liebe, Leidenschaft und Glück, aber auch Einsamkeit, Krankheit und Trauer. Dieses Mal steht Anna Seghers‘ Erzählung „Der Ausflug der toten Mädchen“ im Mittelpunkt.

Neuerscheinung: Argonautenschiff 26/2018. Jahrbuch der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e. V.

Cover Argonautenschiff

Cover Argonautenschiff

1942 erschien in Mexiko ein Buch, das zum Meilenstein in der deutschsprachigen Literatur des Exils werden sollte. Mit dem Roman Das siebte Kreuz legte Anna Seghers ein Werk vor, das auf sinnbildhafte Weise die Brutalität des Faschismus zeigt. Das 26. Argonautenschiff ist ganz diesem Thema gewidmet. Neben Texten und Aufsätzen zu dem Roman geht es auch um Theater-Inszenierungen, die den Stoff erfolgreich auf die Bühne brachten. Nicht zuletzt stand der Roman im Mittelpunkt des Lesefestes Frankfurt liest ein Buch. All dies zeigt, dass der Roman bis in die heutige Zeit nichts von seiner Faszination verloren hat.

Argonautenschiff 26/2018. Jahrbuch der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e. V. 248 Seiten. Berlin: Quintus-Verlag. ISBN: 978-3-947215-35-5. € 25,00 (D) / € 25,70 (A).

Inhaltsverzeichnis [PDF]
Editorial [PDF]

„Wilde und zarte Träume – Anna Seghers‘ Jahre im Pariser Exil (1933-1940)“ – Buchpräsentation in Berlin

Was: Buchpräsentation „Wilde und zarte Träume“ mit Monika Melchert
Wann: Sa., 03.11.18, 10.30 Uhr
Wo: Kulturzentrum „Ratz-Fatz“, Schnellerstr. 81, 12439 Berlin
Kontakt: Tel.: (030) 67 77 50 25,
E-Mail kontakt@ratzfatzberlin.de

Dann nimmt sie ihre Kinder je eines an der Hand und sie laufen durch den nahen Park der Madame Pompadour …

Mit tänzerischer Anmut zeichnet Monika Melchert ein überraschendes Porträt der großen Schriftstellerin, die 1933 mit Mann und Kindern vor den Nazis nach Frankreich fliehen musste.
Sie erzählt, wie Anna Seghers unter wachsender Bedrohung ein Schreiben entfaltet, in dem sie Politik und Poesie auf einzigartige Weise verbindet. Wie sie für die Familie sorgt, sich gegen den wachsenden Faschismus zur Wehr setzt und schließlich in Marseille ihren berühmten Roman „Transit“ beginnt.

Begleitet wird Monika Melcherts Essay von den Zeichnungen der Künstlerin Luna Al-Mousli.

Melchert, Monika/Al-Mousli, Luna: Wilde und zarte Träume – Anna Seghers Jahre im Pariser Exil (1933-1940). 94 S. Berlin: BÜbül Verlag Berlin. 2018. ISBN: 978-3-946807-24-7. 15 Euro.

„Die Kommunistin und der Lebemann“ – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung „Die Kommunistin und der Lebemann“
Wann: So., 04.11.18, 14 Uhr
Treffpunkt: Hotel Hammer, Bahnhofsplatz 6, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, erm. 5 €, Familien 19 €
Karten: online, Tel. 06131 242827 oder per E-Mail im Tourist Service Center

Beide hatten jüdische Wurzeln, beide mussten Deutschland 1933 verlassen, beide kehrten nach dem Krieg nicht in ihre Heimat zurück. Damit erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten von Anna Seghers und Carl Zuckmayer. Doch Kindheit und Jugend verbrachten sie nicht weit voneinander entfernt im großbürgerlichen Ambiente der Mainzer Neustadt. Ob sie sich (trotz vier Jahren Altersunterschied) sogar kannten? Folgen Sie mit uns den Spuren, die die beiden bedeutendsten Mainzer Schriftsteller in unserer Stadt hinterlassen haben.

Wiederaufnahme: „Das siebte Kreuz“ – Theater in Frankfurt am Main

Anna Seghers' "Das siebte Kreuz"

Anna Seghers‘ „Das siebte Kreuz“

Was: „Das siebte Kreuz“ – Theaterstück nach dem Roman von Anna Seghers
Wann: Wiederaufnahme Sa., 01.12.18, 19.30 Uhr
Wo: Schauspiel Frankfurt, Schauspielhaus, Neue Mainzer Str. 17, 60311 Frankfurt am Main
Karten: online

Georg Heisler ist auf der Flucht. Ob sein Weg in die Freiheit oder in den Tod führt, hängt nicht von ihm ab, das entscheiden andere. Es sind diese Anderen, die ihm begegnen auf den Wegen am Rhein, den Höhen des Taunus und schließlich in den Straßen von Frankfurt: Menschen, die das Risiko eingehen, ihn nicht zu verraten, die nicht fragen, sondern helfen. Es sind Menschen, die eine Entscheidung treffen müssen, für sich, für Georg und für das, woran wir glauben. Anna Seghers weltberühmter Roman von 1942 zeigt eindrücklich, was es heißt, auf der Flucht zu sein: Flucht ist die existenzielle Erfahrung der Bedürftigkeit. Wir bedürfen derer, die uns schützen und leiten; ohne sie, ohne ihren Mut und ihre Entschlossenheit sind wir verloren. Sie betrifft uns alle als Opfer, Täter oder Mitwisser. In der Bearbeitung von Sabine Reich und der Regie von Anselm Weber kommt dieser Roman zum ersten Mal in der Stadt auf die Bühne, in der diese Fluchtgeschichte spielt.

„Katharina Schulz aus Lindelbach als Kindermädchen der jüdischen Kommunistin Anna Seghers“ – Vortrag in Bronnbach

Was: Vortrag „Neue Forschungen: Katharina Schulz aus Lindelbach als Kindermädchen der jüdischen Kommunistin Anna Seghers“
Wann: Mo., 15.10.18, 19.30 Uhr
Wo: Archivverbund Main-Tauber, Vortragssaal, Bronnbach 19, 97877 Wertheim
Wieviel: Eintritt frei

Katharina Schulz (1897–1992) als Person im Widerspruch gegen den Nationalsozialismus hat der Referent Dieter Fauth im Rahmen seiner Arbeit am Wertheimer Gedenkbuch Stolpersteine entdeckt. Im Vortrag stellt er dieses Engagement der Lindelbacherin vertieft dar, z.B. auch ihre Verbindungen zum kommunistischen Widerstand in Frankfurt. Als Kindermädchen von Anna Seghers (1900–1983) in den Jahren 1926 bis 1937 hat Katharina Schulz das literarische Schaffen dieser Schriftstellerin mit geprägt. Ohne dass dies offengelegt wäre, sind weltberühmte Romane Seghers Lindelbach und Wertheim gewidmet. Der Referent zeigt, wie diese Orte und Landschaften zum Widerstandspotential in Seghers Gegenliteratur zum damals beliebten völkischen Bauernroman wurden. Am Vortragsabend gibt es auch einige Archivalien zu Lindelbach und zu Katharina Schulz aus dem Stadtarchiv Wertheim (Ortsarchiv Lindelbach) zu sehen.

Dr. habil. Dieter Fauth ist Konrektor der Comenius-Realschule Wertheim und Leiter des Wertheimer Projektes Stolpersteine. Er verfasste Bücher, Buch- und Zeitschriftenbeiträge zum innerprotestantischen Dissidentismus im 16., 17. und 20. Jh.

„Wilde und zarte Träume – Anna Seghers‘ Jahre im Pariser Exil (1933-1940)“ – Buchpräsentation in Berlin

Was: Buchpräsentation „Wilde und zarte Träume“ mit Monika Melchert
Wann: Di., 23.10.18, 18.30 Uhr
Wo: Rabenhaus e. V., Puchanstr. 9, 12555 Berlin-Köpenick
Kontakt: Tel. 030 65880163

Dann nimmt sie ihre Kinder je eines an der Hand und sie laufen durch den nahen Park der Madame Pompadour …

Mit tänzerischer Anmut zeichnet Monika Melchert ein überraschendes Porträt der großen Schriftstellerin, die 1933 mit Mann und Kindern vor den Nazis nach Frankreich fliehen musste.
Sie erzählt, wie Anna Seghers unter wachsender Bedrohung ein Schreiben entfaltet, in dem sie Politik und Poesie auf einzigartige Weise verbindet. Wie sie für die Familie sorgt, sich gegen den wachsenden Faschismus zur Wehr setzt und schließlich in Marseille ihren berühmten Roman „Transit“ beginnt.

Begleitet wird Monika Melcherts Essay von den Zeichnungen der Künstlerin Luna Al-Mousli.

Melchert, Monika/Al-Mousli, Luna: Wilde und zarte Träume – Anna Seghers Jahre im Pariser Exil (1933-1940). 94 S. Berlin: BÜbül Verlag Berlin. 2018. ISBN: 978-3-946807-24-7. 15 Euro.

„Wilde und zarte Träume – Anna Seghers‘ Jahre im Pariser Exil (1933-1940)“ – Buchpräsentation in Berlin

Was: Buchpräsentation „Wilde und zarte Träume“ mit Monika Melchert
Wann: Fr., 12.10.18, 19 Uhr
Wo: Café Genüsslich, Heynstr. 33, 13187 Berlin
Wieviel: 10 € (inklusive Apéritif), erm. 7 €

Dann nimmt sie ihre Kinder je eines an der Hand und sie laufen durch den nahen Park der Madame Pompadour …

Mit tänzerischer Anmut zeichnet Monika Melchert ein überraschendes Porträt der großen Schriftstellerin, die 1933 mit Mann und Kindern vor den Nazis nach Frankreich fliehen musste.
Sie erzählt, wie Anna Seghers unter wachsender Bedrohung ein Schreiben entfaltet, in dem sie Politik und Poesie auf einzigartige Weise verbindet. Wie sie für die Familie sorgt, sich gegen den wachsenden Faschismus zur Wehr setzt und schließlich in Marseille ihren berühmten Roman „Transit“ beginnt.

Begleitet wird Monika Melcherts Essay von den Zeichnungen der Künstlerin Luna Al-Mousli.

Melchert, Monika/Al-Mousli, Luna: Wilde und zarte Träume – Anna Seghers Jahre im Pariser Exil (1933-1940). 94 S. Berlin: BÜbül Verlag Berlin. 2018. ISBN: 978-3-946807-24-7. 15 Euro.

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„Wilde und zarte Träume – Anna Seghers‘ Jahre im Pariser Exil (1933-1940)“ – Buchpräsentation in Berlin

Was: Buchpräsentation „Wilde und zarte Träume“ im Rahmen einer Ausstellung mit Arbeiten von Luna Al-Mousli
Wann: Di., 09.10.18, 19 Uhr
Wo: Café Lawrence, Oranienburger Str. 69,  10117 Berlin

Dann nimmt sie ihre Kinder je eines an der Hand und sie laufen durch den nahen Park der Madame Pompadour …

Mit tänzerischer Anmut zeichnet Monika Melchert ein überraschendes Porträt der großen Schriftstellerin, die 1933 mit Mann und Kindern vor den Nazis nach Frankreich fliehen musste.
Sie erzählt, wie Anna Seghers unter wachsender Bedrohung ein Schreiben entfaltet, in dem sie Politik und Poesie auf einzigartige Weise verbindet. Wie sie für die Familie sorgt, sich gegen den wachsenden Faschismus zur Wehr setzt und schließlich in Marseille ihren berühmten Roman „Transit“ beginnt.

Begleitet wird Monika Melcherts Essay von den Zeichnungen der Künstlerin Luna Al-Mousli.

Melchert, Monika/Al-Mousli, Luna: Wilde und zarte Träume – Anna Seghers Jahre im Pariser Exil (1933-1940). 94 S. Berlin: BÜbül Verlag Berlin. 2018. ISBN: 978-3-946807-24-7. 15 Euro.

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