„Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947-1952“ – Lesung in Berlin

Cover "Heimkehr in ein altes Land"

Cover „Heimkehr in ein altes Land“

Was: Monika Melchert liest aus ihrem Buch Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952
Wann: Mi., 26.04.17, 19 Uhr
Wo: Max-Lingner-Haus, Beatrice-Zweig-Straße 2, 13156 Berlin

Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg Das siebte Kreuz hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt und versteinert komme ihr alles vor.

Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schrift- stellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit, der mühsame und manchmal verzweifelte Kampf gegen die Verheerungen in den Köpfen apathischer Menschen.

Monika Melchert ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin; im Auftrag der Akademie der Künste arbeitet sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt.

„Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947-1952“ – Lesung in Berlin

Was: Monika Melchert liest aus ihrem Buch Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952
Wann: Do., 20.04.17, 19 Uhr
Wo: Ladengalerie der jungen Welt, Torstraße 6, 10119 Berlin
Wieviel: 5 €, erm. 3 €
Anmeldung: Tel. 0 30/53 63 55-56 oder E-Mail mm@jungewelt.de

Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg Das siebte Kreuz hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt undversteinert komme ihr alles vor. Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schriftstellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit…

Monika Melchert ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin; im Auftrag der Akademie der Künste arbeitet sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt.

„Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“ – Stadtführung in Mainz

Was: Stadtführung „Anna Seghers, ein Mainzer Mädchen“
Wann: So., 09.04.17, 15 Uhr
Wo: Dominformation, Marktportal, Markt 10, 55116 Mainz
Wieviel: 7 €, Kinder ab 9 Jahre, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte 5 €, Familienkarte 19 €
Kontakt: Tourist Service Center Mainz Tel. 06131 242827

Der Gästeführerverband Mainz e. V. führt an die Orte der Kindheit und Jugend von Anna Seghers. Mit Textlesungen aus den Werken Das siebte Kreuz und Der Ausflug der toten Mädchen.

„Seniorenakademie: Anna Seghers – ein Jahrhundertschicksal. Zwischen Widerstand, Fremdheit, Anpassung und Selbstbestimmung“ – Vortrag in Ilmenau

Was: Seniorenakademie mit Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt, Universität Leipzig: Anna Seghers – ein Jahrhundertschicksal. Zwischen Widerstand, Fremdheit, Anpassung und Selbstbestimmung
Wann: Fr., 07.04.17, 15 Uhr
Wo: TU Ilmenau, Faradaybau-Hörsaal, Weimarer Str. 32, 98693 Ilmenau
Wie viel: Eintritt frei

In der Jugend hochgelobt und mit dem Kleist-Preis geehrt, als Jüdin und Kommunistin aus Deutschland vertrieben, ist die Rückkehr der Anna Seghers nach Deutschland im Jahr 1947 mit großen Problemen verbunden. Was bleibt, sind ihre Romane und Erzählungen und der Anspruch, realistisch, aber ‚mit der Farbigkeit der Märchen‘ zu schreiben. Der Vortrag gibt mit der Betrachtung ausgewählter Lebensstationen und literarischer Texte – Aufstand der Fischer von St. Barbara, Transit, Reisebegegnung –, die ihrem Früh-, Exil- und Spätwerk zuzuordnen sind, Einblicke in ein außergewöhnliches Leben.

„Der Tod und das Mädchen“ – Konzert und Lesung in Osnabrück

Anna Seghers' "Ausflug der toten Mädchen"

Anna Seghers‘ „Ausflug der toten Mädchen“

Was: Konzert und Lesung aus Anna Seghers‘ „Der Ausflug der toten Mädchen“ im Rahmenprogramm des Projekts DANSE MACABRE
Wann: Do., 06.04.2017, 19.30 Uhr
Wo: Felix-Nussbaum-Haus und Kulturgeschichtliches Museum, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
Wieviel: 16 €
Karten:
online

Das Felix-Nussbaum-Haus und das Theater Osnabrück laden im Rahmen der Sonderausstellung „Danse Macabre. Tanz und Tod in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts“ zu einem besonderen Liederabend ein. Unter dem Titel „Der Tod und das Mädchen“ gestalten Ensemblemitglieder des Theaters einen Vortragsabend mit Musik und Lesung.

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„Visa al paraiso“ – Filmvorführung in Wien

Filmposter "Visa al Paraiso"

Filmposter „Visa al Paraiso“

Was: Vorführung des Films „Visa al Paraiso“ am Tag des mexikanischen Protestes gegen den Anschluss Österreichs
Wann: So., 19.03.17,18 Uhr
Wo: Primavera Festival für Menschenrechte, TOP KINO, Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse), 1060 Wien
Wieviel: 7 €, SchülerInnen, Studierende 6 €, Kinder (bis 12 Jahre) 5 €

Der mexikanische Generalkonsul in Frankreich, Gilberto Bosques, konnte mit mexikanischen Visa zehntausende Verfolgte vor der Verschleppung in nationalsozialistische Konzentrationslager oder Ermordung durch das Francoregime retten. Lillian Lieberman sprach mit dem hundertjährigen Don Gilberto und vielen jüdischen, kommunistischen, republikanischen EmigrantInnen – darunter Anna Seghers.

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„Transit“ – Theater in Wolfsburg

Anna Seghers' Roman "Transit"

Anna Seghers‘ Roman „Transit“

Was: Theaterstück von Paul Binnerts nach dem Roman von Anna Seghers
Wann: Do., 30.03.2017, 20 Uhr
Wo: Theater Wolfsburg, Klieverhagen 50, 38440 Wolfsburg
Wieviel: 32-9 €, 16-4,50 €
Karten:
Tel. 05361 2673-38, online

… stell dir vor du hast es erreicht, dein Visum, dein Transit, bist reisefertig, hast dich von deinen Liebsten verabschiedet, dein Leben hinter dich geworfen – und dann verweigert man dir den Ausreisestempel… So ging es vielen, die 1940 in Marseille gestrandet sind. Ein buntes internationales Gemisch aus Fremdenlegionären, Deserteuren, Spitzeln, Schleppern und Verzweifelten. Was wird nicht alles angeboten im Tausch für das begehrte Schiffspapier. Schreie im Hotel! Razzia! Bilder aus dem Film „Casablanca“ werden wach. Und inmitten dieser Wirren ein Mann, der die Identität eines Toten annimmt, um an Papiere zu kommen, und seine Suche nach einer jungen Frau, die er noch nicht kennt, sich aber sofort in sie verliebt.

Der holländische Regisseur Paul Binnerts hat – mit den Bildern aus dem Filmklassiker im Kopf und den tragischen Meldungen untergehender Flüchtlingsboote unserer Tage vor Augen – diesen ungemein spannenden und erschreckend aktuell gebliebenen Roman für die Bühne umgesetzt.

Koproduktion Wu Wei Theater Frankfurt, Theater Willy Praml, Kulturamt / Theater Idar-Oberstein

„‚Und draußen weht ein fremder Wind‘ – Über die Meere ins Exil“ – Lesung in Berlin

Cover "'Und draußen weht ein fremder Wind' – Über die Meere ins Exil"

Cover „‚Und draußen weht ein fremder Wind‘ – Über die Meere ins Exil“

Was: Kristine von Soden  über die Flucht jüdischer Emigrantinnen von Mascha Kaléko bis Anna Seghers nach Palästina, Shanghai oder Amerika von 1933 – 1941
Wann: Di., 28.03.17, 18 Uhr
Wo: Anna-Seghers-Gedenkstätte, 12489 Berlin, Anna-Seghers-Straße 81
Anmeldung: Di./ Do. 10-16 Uhr Tel. 030 6774725

Die Autorin Kristine von Soden (Wiesbaden) hat sich seit vielen Jahren mit den Schicksalen jüdischer Emigrantinnen beschäftigt, die während der Nazizeit gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen und über die Meere und Ozeane zu fliehen. In ihrem neuen Buch folgt sie den Spuren des Exils nach Westeuropa und Amerika, bis nach Südafrika und Shanghai. Dabei recherchiert sie genau, welche Hindernisse und oft lebensbedrohlichen Gefahren die Frauen mit ihren Familien zu bestehen hatten. Unter den porträtierten Emigrantinnen sind etwa Mascha Kaléko, Else Lasker-Schüler, Ruth Klinger, Monika Mann, Lilli Palmer, Gabriele Tergit, Friderike Zweig und auch Anna Seghers mit ihren Kindern. Geglückte und zum Teil auch tragisch gescheiterte Fluchten ergeben ein packendes Zeitgeschichtsbild von 1933 bis zum Ausreiseverbot 1941 – ein bisher vernachlässigter Blick auf die Geschichte der Emigration. Das Buch bietet zudem hochinteressantes Bildmaterial.

„Transit“ – Szenische Lesung in Bonn

Was: „Transit“ – Szenische Lesung mit dem Theater fulminant
Wann: Do., 16.03.17, und Fr., 17.03.17, jeweils 19 Uhr
Wo: Uniklinik Köln, Hörsaal für Psychiatrie und Neurologie, Gleueler Str. 115, 50931 Köln
Wieviel: 8 €, erm. 4 €
Karten: Tel. 0228 / 60 44 766 oder an der Abendkasse

„Transit“ ist ein autobiographischer Roman von Anna Seghers, welcher in beeindruckender Weise von den Flüchtlingsströmen erzählt, die im Sommer 1940 aus ganz Europa in das kurz vor der Besetzung stehende Marseille flohen und sich dort zu Tausenden versammelten. Die Flüchtlinge versuchen verzweifelt den sich nähernden Truppen der Nationalsozialisten zu entkommen, scheitern aber oft an fehlenden Papieren, Geldnöten und zu wenigen Plätzen auf den Schiffen.Eingebettet in diese für uns heute aktuelle Schilderung vom Alltag der Flüchtlinge, die auf der Jagd nach Transiten, Visa und Schiffsbillets sind, ist eine komplizierte Liebesgeschichte, die ein erstaunliches Ende nimmt. In der 1 ½-stündigen szenischen Lesung werden 30 kurze Szenen von insgesamt elf Schauspielern mit und ohne Handicap gespielt.

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